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Ihr betretet den Eingang einer Höhle, der in eine endlose Dunkelheit zu führen scheint. Eure Neugier jedoch lässt Euch nicht kehrt machen. Statt dessen wagt Ihr Euch immer tiefer in den Berg hinein, welchen Ihr zuvor noch erstiegen habt. Immer wieder wendet Ihr Euch um, doch das spärliche Licht, welches vom Höhleneingang schleierhaft hinein fällt, entfernt sich immer mehr von Euch und wird zusehends kleiner. Auch die Dichte der Luft scheint mit jedem Schritt, den Ihr Euch vor wagt, anzunehmen, bis Ihr letztlich von der Dunkelheit verschluckt werdet und Euch das Atmen schwer fällt. Von nun an tastet Ihr Euch mehr an den rauhen Felswänden entlang und überlegt schon, ob es nicht besser wäre, wieder umzukehren. Doch erstaunlicherweise passen sich Eure Augen recht schnell an die neuen Lichtverhältnisse an, sodaß Ihr bereits wieder schemenhafte Umrisse um Euch herum erkennen könnt.

Stetig bewegt Ihr Euch abwärts, tiefer in den Bauch des Berges hinein. Und nach jeder Biegung des vorgezeichneten Weges scheint die Luft wärmer und stickiger zu werden. Stalagmiten und Stalagtiten ragen gefährlich aus Boden und Decke heraus. Bald müsst Ihr Euch durch enge Spalten zwängen, um vorwärts zu kommen, wodurch Euer Hemd an einigen Stellen reißt. Inzwischen ist es so warm, daß ihr den Schweiß auf Eurer Haut spüren könnt, doch nun scheint auch ein glimmendes Licht an den unebenen Felswänden wider zu schimmern, das Euch die Sicht allmählich erheblich erleichtert. Durch die nun häufiger werdenden Spalten zu Eurer Linken bemerkt Ihr aufsteigende Rauchschwaden. Der Raum dahinter scheint riesig zu sein und ist von einem rötlich schimmernden Licht erfüllt. Inzwischen könnt Ihr schon erahnen, was auf Euch zu kommt...

Und tatsächlich! Noch ein paar wenige Abzweigungen und ihr stolpert beinahe schon in eine mächtige Höhle. Der Grund ist von einem wabbernden Lavasee getränkt. Immer wieder schießen pfeilartig Glutmassen in die Höhe; Rauchschwaden ziehen auf und ein Dunst liegt in der Luft, der Euch die Lungen zusammen ziehen lässt. Ungläubig steht Ihr mit weit geöffnetem Mund auf einem Felsvorsprung und laßt den Blick schweifen.


"Reisender und Wanderer, seid gegrüßt!" Eine kräftige Stimme hallt an den Wänden wider, während Ihr Euch noch fragend umseht. Und als Ihr den Blick an das andere Ende des Lavasees lenkt, glaubt Ihr Euren Augen nicht.

Dort liegt, auf einem weiteren, mächtigen Felsvorsprung, ein riesiges Wesen, von dem Ihr nicht einmal zu träumen gewagt habt. Auf mächtigen Pranken gestützt liegt es da, als wäre es selbst nur aus Stein. Doch die durchgehende Schwärze der Schuppen, hebt es von dem Fels im Hintergrund ab. Die Flügel liegen sanft an dem monströsen Körper an, bewegen sich jedoch hin und wieder leicht, was Euch zu der Überzeugung bringt, daß dieses Wesen tatsächlich leben muss. Der feine, facettenreiche Schädel blickt mit unerkennbaren Augen interessiert zu Euch hinüber. Und als Ihr den ersten Schritt nach vorne wagt, dringt erneut die kräftige Stimme an Eure Ohren heran. Vor lauter Schreck bleibt ihr stehen.


"Ihr wagt Euch auf gefährliches Glatteis... oder sollte ich besser sagen... glühende Lava? Denn nichts anderes umgibt Euch hier in meiner Höhle!"

Der schwarze Drache hält inne und schwankt dann ein wenig mit seinem Schädel. Er scheint sich über Euch zu amüsieren; möchte mit Euch spielen...

"Für einen Sterblichen, wie Ihr es seid, kann hier schnell das Ende einer Reise sein! Ich hingegen fühle mich ganz wohl hier... Deshalb ist es ja auch mein Zuhause. Immer schön warm, nicht so wie dort draußen im Winter, wenn es überall gefriert und schneit!"

Der Drache schnaubt laut aus, wobei ihm gleichzeitig ein Feuerstrahl - dessen Farbe seltsamer Weise schwarz ist - durch seine Nüstern entgleitet und Ihr schlußfolgert, daß dieser Drache der Kälte wohl nicht sonderlich angetan zu sein scheint. Erneut blickt der Drache zu Euch hinüber und sieht Euch einen Moment lang stumm an, bevor er wie- der spricht.

"Verzeiht meine Unhöflichkeit! Hier unten bekommt man nicht so häufig Besuch, müsst Ihr wissen! In Eurer Sprache nennt man mich wohl Drache, aber Ihr könnt mich ruhig Die Schwarze nennen. So tun es alle Sterblichen und auch einige der meinen... wenn es denn noch welche gäbe..."

Erneut setzte Stille ein und Ihr runzelt aufgrund der letzten Bemerkung des Drachen ein wenig die Stirn. So etwas wie ein Räuspern ertönt und gleich darauf vernehmt Ihr wieder die Stimme des Drachen.

"Kein Grund, sentimental zu werden!" Er scheint mehr mit sich selbst zu reden, als mit Euch...
"Einen weiteren Namen, den Ihr mir geben könnt, ist Abnoba Ignis! Nun... Es bleibt letztlich Euch überlassen. Doch wenn Ihr mir einen eigenen Namen geben wollt, so möchte ich ihn als erstes erfahren!"

Mahnend hebt er eine Pranke oder vielmehr nur eine Kralle einer Pranke...
"Und nun kommt her! Oder meint Ihr, von so einem winzigen Stück Fleisch werde ich satt? An Euch ist ja gar nichts dran! Lasst Euch begutachten! Doch...

...bevor Ihr Euren Weg zu mir fortsetzt, möchte ich Euch auf einiges Hinweisen:

Ihr werdet viele Dinge über mich erfahren! Dinge, die Ihr vielleicht nicht verstehen werdet...
Wenn Ihr Euch dafür entscheidet, so erwarte Ich zumindest Anstand und Respekt!
Ohne dies könnt Ihr sogleich wieder umkehren. Seid gewiss, ich halte Euch nicht davon ab.

Soweit Ihr meine weiteren Höhlen betretet, verlange ich, daß Ihr sie mit unschuldiger Neugierde betrachtet und dennoch all meine angehäuften Schätze an ihrem vorbestimmten Platz liegen lasst!
Ihr könnt Euch borgen, wenn ich Euch zuvor meine Zustimmung kund getan habe, doch sobald Ihr auch nur einen Silbertaler an mir vorbei schmuggelt, wird Euch mein Todesfluch begleiten, wo auch immer Ihr Euch verstecken mögt!

Zu guter Letzt, bevor Ihr Euch nun entscheiden dürft, ob Ihr weiter geht oder doch umkehrt, noch Eines!
Sehet dies Buch in schwarzem Einband auf dem Felsen liegen. Ein jeder Gast, ganz gleich wie lang er hier gestöbert hat, muss sich dort eintragen, damit ich Ihm bei Zeiten eine Gegenleistung darbieten kann.

Nun tretet vor...
Oder verschwindet aus meiner Erinnerung..."

Ein Weilchen steht Ihr da und lasst die gesprochenen Worte auf Euch wirken. Vor Euch erstreckt sich eine Art Brücke, die zu der Plattform und dem Drachen hinführt. Hinter Euch scheint nun die Dunkelheit wieder alles zu verschlucken. Euch steckt ein dicker Kloß im Hals und als Ihr ihn hinunter schluckt entscheidet Ihr Euch dafür...

... weiter zu gehen...
...umzukehren...





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