Chiron - Der tolpatschige Krieger
Amazonenwald - Rollenspiel nach mittelalterlichem Standard in einem Internetforum

Chiron ist ein 1,85 m großer, junger Krieger. Er hat schulterlange, braune Haare; blaue Augen und recht hohe Wangenknochen. Auf den ersten Blick wirkt er ein wenig schmächtig für einen Krieger, selbst das ewige Training hat an seiner Körperstatur nicht viel ändern können. Doch weiß er seinen Vorteil auszunutzen, wenn man ihn unterschätzt. Seine Haut ist blass, selbst die pralle Sonne kann da nichts ausrichten.

Der junge Chiron ist in Gesprächen eher zurückhaltend, man könnte es fast schon als eine Art Schüchternheit ausdrücken. Er lässt andere für sich reden und hört ihnen auch gerne zu. Dem entgegen stehend, ist der Krieger dennoch ein sehr offener Mensch. Er lernt durchaus gerne neue Gesichter kennen, ist neugierig und forscht gerne nach – wenn auch nicht mit Worten, so mit Blicken und Taten. Seine Taten sind nicht selten etwas unkoordiniert. Er tritt gerne in Fettnäpfchen, bemerkt es zumeist aber noch nicht einmal. Seine Gehirnströme laufen da einfach ein wenig anders ab und er konzentriert sich auf andere Dinge, die ihm wichtiger erscheinen.

Als Krieger ist Chiron nicht gerade eine Kampfmaschine. Wie schon erwähnt, besitzt er dafür auch gar nicht die nötigen Muskeln. Doch im Herzen ist er durchaus eine Kämpfernatur und seine Leidenschaft im Kampfe ist mindestens genauso viel wert wie die Muskelkraft seiner Mitstreiter.

Chiron wird gespielt von Jonathan Rhys Meyers.

Chirons Geschichte:
Der junge Krieger wuchs innerhalb des Falken-Clans auf und wurde sozusagen von allen ein wenig mit erzogen. Durch seinen Vater Demetrius, den er als einzigen Verwandten kennt, hat er wage erfahren, dass seine Mutter eine Amazone war. Nach Chirons Geburt floh sein Vater mit ihm und suchte alsbald den Schutz der Falken, welche die beiden mit offenen Armen empfingen. Demetrius war ein starker Mann und durch seine Vergangenheit hat sich ein starker Hass auf die Frauen Auroraes entwickelt. Während Chiron als kleiner Junge von den "daheim Gebliebenen" umsorgt wurde, war sein Vater mit den anderen Kriegern los gezogen um zu plündern und zu morden. Hin und wieder war es sogar vor gekommen, dass Chiron seinem berauschtem Vater bei der Misshandlung einer Frau zugesehen hat – mehr oder weniger unfreiwillig, versteht sich. Doch die Zeit reifte heran und während Chiron zu einem jungen Mann heran wuchs, wurde sein Vater ebenfalls nicht jünger. Die Gicht übermannte ihn eines Tages, sodass er als Krieger wertlos wurde. Und als sich dann auch noch der Clan spaltete, erkannte Demetrius seine Fehler und bereute seine früheren Schandtaten. Chiron, der all das als kleiner Junge miterlebt hatte, hat irgendwann angefangen, seinen Vater dafür zu verachten – auch, wenn er es nie gezeigt hat. Bei der Entzweiung des Clans war klar: Sie würden bei den Falken bleiben.
Als sich Chiron dazu entschloss, ein Krieger zu werden, war sein Vater alles andere als begeistert. Gespräche der Beiden enden daher meist in einem Streit oder sie schweigen sich über das Thema tot. Weshalb sich Chiron trotz der dunklen Vergangenheit dazu entschlossen hat, ein Krieger zu werden, hat den Grund, dass er sich indirekt für die Fehler seines Vaters die Schuld gibt. Er versucht das gut zu machen, was vor Jahren falsch gewesen ist.

Nachdem der neue Clanführer und sein Berater nach Patria gezogen waren, um endgültig die Friedensbande zwischen den Falken und den Amazonen zu festigen, verstarb auf unglückliche Weise der Schamane. Das Lager war nun also ohne Führer. Ein Zustand, der nicht lange anhalten durfte. Also erklärte sich Chiron dazu bereit, dem Clanführer hinterher zu reisen und ihm auf schnellstem Wege die üble Nachricht zu überbringen.

In Patria angekommen lernte er zunächst zwei Kriegerinnen der Verborgenen kennen: Frenja und Nadair. Er verstand sich recht gut mit ihnen, besonders mit Letzterer. Bei einem gemeinsamen Mahl mit der Kriegsherrin Manya und der Stimme Tala fand Chiron großes Gefallen an Tala, hatte jedoch keine Zeit sich ihr anzunähern. Denn dann legte Freismer, der Clanführer der Falken fest, dass sie eilig wieder aufbrechen müssten und Chiron bereitete sich auf die Rückreise vor.

Als die Reisegruppe ihr Lager für die Nacht auf einer kleinen Lichtung aufschlug, balzte Chiron mit dem neu kennen gelernten Schamanen Kenek um die hübsche Elona, welche der Falkenkrieger auch schon von früher kannte. Eigent-lich war es mehr eine Art Spielerei, die sie dort veranstalteten, doch als Chiron eine Zeit lang alleine mit Elona war, schienen sich tatsächlich Gefühle zu entwickeln... Der erste, zaghafte Kuss folgte... Doch gleich darauf bekam der Krieger Gewissensbisse und zog sich vor Elona zurück. Sie kannten sich schon seit der Kindheit und Chiron hatte Angst, ihr ebenso weh zu tun, wie es die Männer des Clans vor der Spaltung getan hatten.
Als er Elona bei den Verborgenen im Maryenhain allerdings aus den Augen verlor, machte er sich solche Sorgen um sie, daß er seine Gewissensbisse vergaß und ihr bei der nächsten Gelegenheit und vor vielen Zeugen in der Taverne klar machte, daß er sie wohl liebe. Ein gemeinsames Zimmer nahmen sie sich trotzdem nicht und mit leichtem Be-dauern, daß er Elona jedoch nicht zeigte, stimmte er dem zu.
Bei einem Essen rastete Chiron aus, weil Elona ihm erzählte, daß sie unbedingt dem Angriff auf die Drachen bei-wohnen wolle. In seiner Wut verbot er es ihr regelrecht und wusste dabei selbst nicht, was er damit anrichtete...